
Hi, ich bin Emmi. Das war so nicht geplant.
Früh übt sich. Ich eher nicht.
Mit vier Jahren bekam ich von meinen Eltern ein Keyboard geschenkt. Ich hatte keine Ahnung, was ich damit anfangen sollte. Aber es hatte Tasten, jede Menge merkwürdige Sounds und offensichtlich einen gewissen Unterhaltungswert.
Ein paar Jahre später folgte Blockflötenunterricht. Meine Begeisterung fürs vorgeschriebene Übungsprogramm hielt sich allerdings in Grenzen. Ich fand es schon damals wesentlich spannender, eigene Melodien zu erfinden.
Bei meinem ersten Auftritt spielte ich deshalb auch keinen Song aus dem Unterrichtsheft, sondern eine eigene Komposition.
Musikalisch vielleicht noch ausbaufähig. Aber immerhin schon früh ziemlich beratungsresistent.
Ich wollte Gitarre spielen. Also lernte ich Saxophon.
Klingt unlogisch? War es auch ein bisschen.
Während meine Eltern andere musikalische Vorstellungen hatten, entdeckte ich durch einen älteren Nachbarn Bands wie Guns N’ Roses und Metallica. Dann kam Green Days Album „Dookie“, dazu The Offspring, und spätestens da war klar: Ich brauche eine Gitarre.
Bekommen habe ich erst einmal Saxophonunterricht.
Mit 16 konnte ich mir schließlich meine erste Gitarre selbst kaufen und brachte mir das Spielen bei. Ganz ohne Unterricht, dafür mit ziemlich viel Motivation.
Offenbar musste es einfach das richtige Instrument sein.


Erst Emo. Dann Menschen zum Tanzen bringen.
Nach dem Abitur wurde es musikalisch ernst. Mit meiner Band schrieben wir eigene Songs, hatten ein Indie-Plattenlabel und spielten Konzerte in Deutschland und den Nachbarländern.
Unsere Musik nannte man damals Emo. Das war intensiv, laut und eine ziemlich großartige Zeit.
Irgendwann merkte ich allerdings, dass mich noch etwas anderes begeistert: Menschen zusammenzubringen, die gemeinsam feiern, mitsingen und tanzen, das war nämlich bei der Emo-Musik ganz oft nicht so.
Also kamen Coverbands dazu. Und mit ihnen unzählige Auftritte, ganz unterschiedliche Bühnen, jede Menge Erfahrungen und noch ein bissle mehr als nur Taschengeld.
Heute spiele ich überwiegend Songs anderer Künstler. Aber auf meine eigene Art. Mit Stimme, Gitarre und Loopstation kann aus einem bekannten Song etwas entstehen, das man so vielleicht noch nicht gehört hat.
Ich wollte mein Hobby nicht zum Beruf machen. Hat super funktioniert.
Jahrelang war ich fest davon überzeugt, dass Musik mein Hobby bleiben sollte. Schließlich wollte ich mir den Spaß daran nicht durch Rechnungen, Termine und geschäftliche Verpflichtungen verderben lassen.
Also machte ich eine Ausbildung zum Veranstaltungskaufmann, studierte BWL mit Schwerpunkt Marketing und Eventmanagement und arbeitete in anderen Bereichen.
Nach Corona wollte ich mich dann eigentlich im Marketing selbstständig machen. Parallel baute ich einen Instagram-Account für meine Musik auf.
Kurz darauf kamen die ersten Hochzeitsanfragen. Dann die nächsten. Und plötzlich war aus meinem Hobby ein ziemlich ernstzunehmendes Geschäftsmodell geworden.
Mittlerweile bin ich hauptberuflich Musiker.
Meine ursprüngliche Karriereplanung hat das nicht überlebt. Ich finde, das ist zu verschmerzen.


Auf der Bühne laut. Privat lieber Dolce Vita.
Privat bin ich tatsächlich eher der ruhige Typ. Ich mag gutes Essen, Zeit mit Familie & Freunden, Sport, die Natur und überhaupt alles, was das Leben ein bisschen schöner macht.
Dolce Vita trifft es wahrscheinlich am besten. Lieber mit netten Menschen zusammensitzen, draußen unterwegs sein und das Leben genießen, als ständig dem nächsten Highlight hinterherzulaufen.
Vielleicht klingt das für jemanden, der beruflich auf Bühnen steht und Partys begleitet, erst einmal überraschend. Aber ich finde, man muss nicht selbst der Lauteste im Raum sein, um dafür zu sorgen, dass andere eine gute Zeit haben.
Mein Musikgeschmack ist ein bisschen wie guter Wein.
Früher haben mir drei Akkorde und eine gute Melodie gereicht. Green Day war dafür ein ziemlich guter Einstieg.
Mit den Jahren kamen komplexere Arrangements, anspruchsvollere Gitarrenparts und tiefgründigere Texte dazu. Heute begeistere ich mich manchmal für musikalische Details, die man wahrscheinlich nur bemerkt, wenn man selbst ein bisschen zu viel Zeit mit Musik verbringt.
Aber bei aller Liebe zum Handwerk: Ein Song muss für mich nicht kompliziert sein, um richtig gut zu sein.
Manchmal sind drei Akkorde eben genau die richtigen.
Und dann gibt es diese Momente.
Es gibt Augenblicke bei Hochzeiten, die kann man weder planen noch wiederholen.
Wenn bei einer Trauung plötzlich diese besondere Stimmung entsteht. Wenn ein ganzer Raum kurz davor ist, gleichzeitig loszuweinen, und wenige Sekunden später alle zusammen lachen.
Oder wenn aus einem gemütlichen Abend irgendwann eine Party wird, bei der niemand mehr ans Nachhausegehen denkt.
Genau das liebe ich an meinem Beruf.
Ich muss dabei nicht ständig im Mittelpunkt stehen. Mir ist viel wichtiger, zu spüren, was gerade passiert, und mit meiner Musik den passenden Moment zu treffen.
Genug von mir. Was habt ihr vor?
Ich mag Menschen, die gerne lachen, das Leben genießen und sich selbst nicht allzu ernst nehmen.
Wenn ihr euch in dieser Beschreibung wiederfindet, könnten wir ziemlich gut zusammenpassen.
Und falls ihr eine Hochzeit oder Veranstaltung plant, bei der gute Musik nicht nur nebenbei laufen soll, freue ich mich darauf, euch kennenzulernen.